
#systemordnungentstehtdurchsystemchaos
Das macht für mich die Chance deutlich, die es zu nutzen gilt.
#perspektivwechsel
Dieser hält in meinen Augen die größten Möglichkeiten bereit, die Dinge zu verstehen, die Meta-Ebene oder Außensicht zu nutzen, um dem Bedeutsamen näher zu kommen.
#wenigertherapiealsvielmehrhaltung
Die Unterscheidung zwischen Beratung & Therapie ist schwammig. Ich lebe die systemischen Grundgedanken vom Aufstehen bis zum Zubettgehen und kann größte Leidenschaft dafür entwickeln, andere Systeme zu analysieren und mit detektivischem Spürsinn nach Ressourcen zu suchen – auch wenn du sie nicht sehen kannst!
Vor allem erlebt man bei mir KEINE Behandlung! Ich möchte ebenbürtige Gespräche mit den Gäst:innen führen. Den Geschichten neugierig wie einfühlsam lauschen, ein Gespür dafür erlangen, wo der Schuh drückt und Hebel finden, die man betätigen kann, um den Alltag weniger sorgenvoll und anstrengend zu gestalten. Dabei sind die Biografien so vielschichtig wie beeindruckend und eine jede hat ihr ureigenes Potential. Ich möchte kurzzeitige, effektive Ansätze anbieten, die das Symptom (egal wessen) als Ausdruck dysfunktionaler Systeme verstehen. Diese gilt es dann so zu kreieren, dass es den Mitspielern gut gehen darf und niemand sich psychisch oder physisch krank fühlen muss.
Da zwischen der letzten Praxistätigkeit und heute fast 6 Jahre vergangen sind und ich um den Reichtum dreier kleiner Kinder erfahrener bin, wird mein „Steckenpferd“ einmal mehr die Balance zwischen der Sicht auf das Kind und dem Verständnis für die Eltern sein.
Schon vor der eigenen Elternschaft habe ich Kinder in die Sitzungen eingebunden und Familiensitzungen um spieltherapeutische Elemente ergänzt. Das hat es für die Kleinen kurzweilig und spannend gemacht und ihnen das besondere Gefühl gegeben, dass sie gehört werden. Sollte es zu solch einem Setting kommen, schlägt mein Spieltherapeutinnenherz auf alle Fälle höher. Die ‚Anwältin des Kindes‘ zu sein, bringt meine eigene Familiengeschichte mit sich und ist für mich als Heilpädagogin von zentraler Bedeutung.
Ob Holzfiguren, Playmobil, Schleichtieren oder Tierhandpuppen – ich verwende gerne Figuren zum Darstellen des individuellen Systems, auf dem der Fokus liegen sollte (was jedoch auch Erweiterung oder Veränderung erfahren darf). Die Figuren werden durch Seile und/oder Bausteine in Beziehung zu einander gestellt. Man kann so gut Ist- und Sollzustände verstehen und bildhaft darstellen, welche Handlungsoptionen es zum „Brückenbauen“ gibt. Ganz ohne Hokuspokus können so gemeinsam Strategien überlegt und erarbeitet werden, die in engem Bezug zum Alltag stehen, so dass Therapiezielen oder Beratungsthemen effizient näher gekommen wird.
Teile-Arbeit oder die Arbeit mit dem Inneren Kind sind hilfreiche Methoden, die Klient:innen für Phasen der Veränderung, gerne nutzen.
Die Arbeit mit Skulpturen meint, dass Beziehungsgeflechte z. B. mit Stühlen aufgebaut werden, um Grenzen, Räume und Verbindungen aufzuzeigen, wie sie die Person empfindet, um so beispielsweise aufkommende Gefühle näher zu betrachten und dysfunktionale Beziehungsmuster verstehen zu können.
Auch narrative Verfahren sowie Perspektivwechsel durch Rollenspiele sind mögliche Ansätze, die ich gern verwende, um verworrene Prozesse aufzudröseln oder starre Muster zu erweichen.
Durch die systemisch-integrative Ausbildung kann ich körperorientierte Therapie anbieten und bediene mich klassischer Methoden wie der Genogrammarbeit oder dem Einsatz des Lebenslinienmodells. Und manchmal ist es einfach „nur“ das Gespräch, ganz ohne Einbezug von Material.
Ich distanziere mich klar von Familienaufstellungen nach Hellinger, der seine Klienten eingeladen hat, um zum Teil schwere Traumata darzustellen und daraus Heilungsversprechen generierte.
Mir ist wichtig, dass jede:r Gäst:in sich sicher und geborgen fühlen kann, um auch belastende & emotional aufwühlende Themen in vertrauensvoller Atmosphäre besprechen zu können.
Vor einer Sitzung wissen weder ich noch meine Gäste, wohin die Reise geht. Daher arbeite ich nur mit am Prozess beteiligten Familien-/Systemmitgliedern, weil ich denke, dass eine positive Entwicklung auch möglich ist, ohne Außenstehenden/Fremden Bürden aufzuerlegen, von denen sie vorher nicht in Kenntnis gesetzt werden konnten.
Sollte es zu gravierenden negativen Veränderungen (z.B. starke Depression oder ein tiefgreifendes Trauma) innerhalb der Sitzungen kommen, die eine andere Form der Begleitung nötig machen, sprechen wir transparent darüber und suchen mögliche Ansprechpartner.
Die Beträge der Sitzungen habe ich an anderer Stelle aufgeführt. Sie unterscheiden sich ein wenig, je nach Zeit und Art des Settings.
Ich möchte Therapie so niederschwellig wie möglich anbieten. Da ihr alle Selbstzahler seid, ist das ohnehin schwierig genug. Für manche wäre es jedoch nicht möglich, den „normalen“ Tarif zu bezahlen. Deswegen biete ich in individuellen Fällen andere Pauschalen an. Sprecht mich gerne an!
Alltagsnahe Angebote sollten auch eine gewisse (nötige) Flexiblität und damit Unvorhersehbarkeit mitdenken. Deswegen erhebe ich keine strikten Ausfallsentschädigungen! Für nicht oder sehr kurzfristig abgesagte Termine muss ich 35€ in Rechnung stellen!
Die Terminkoordination ist eine recht komplexe Angelegenheit, für die mitunter viel Zeit aufgewendet werden muss. Das Vereinbaren von Terminen ist oft kombiniert mit inhaltlichen Themen, für die ich mir Extrazeitslots eingebaut habe. Ich bitte um Bewusstsein dafür, dass dies die gemeinsame Arbeit bereichert und dennoch eine unentgeltliche Leistung ist, für die ich mir extra Zeitslots eingeräumt habe.
Es ist wunderbar und bereichernd, auch über die Stunden hinaus, im Austausch zu sein und gleichzeitig unterliegt es einem Entwicklungsprozess und wir müssen sehen, wie sich dieser ressourcenschonend gestalten lässt 😉